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Lässige Skitourentage in der Silvretta

Naturfreunde-5-Tage-Schihochtour in der Silvretta-Gruppe mit Quartier auf der Wiesbadener Hütte (2443 m) vom 21.- 25. Feb. 2020, 8 Personen (5 Frauen, 3 Männer)

 

Die Anreise mit Bus, Vermuntbahn und Tunneltaxi wurde uns von einer Kaffeepause beim Bäcker Ruetz in Kematen (sehr empfehlenswert) versüßt. Beim 2 ½-stündigen Hüttenzustieg war das Wetter schon vielversprechend für den nächsten Tag.

 

Tag 2: der perfekte Tourentag mit unverspurtem Glitzerschnee in traumhaft schöner Hochgebirgslandschaft, blauem Himmel, wenig Wind und einer motivierten Gruppe.

In zwei Seilschaften erkletterten wir den Grat des Silvrettahorns (3244 m). Und weil die Bedingungen so gut waren, hängten wir auch noch den höchsten Berg Vorarlbergs, den Piz Buin (3312 m, Kletterei im 3. Grat) dran. Im Abendlicht stiegen wir von dem berühmten „Sonnencremeberg“ ab. Zum Abendessen in der Hütte wurde es eine Punktlandung und alle waren glücklich.

 

Wettertechnisch das Gegenteil war der 3. Tag. Sturm und Schneefall zerrten an der Moral und es ergab sich, nach einer kurzen Tour, ein klassischer Hüttentag mit Rasten, Kartenspiel, Jagatee uvm. Wir nützten die Zeit aber auch noch für eine lehrreiche LVS-Übung.

 

Tag 4: Dicht in den Nebel mit Ziel Dreiländerspitze (3197 m). Mit Bangen, ob der heutige Wetterbericht stimmen wird, brechen wir Richtung Gipfelgrat auf. Der stürmische Wind (gefühlte 120 km/h) schob die letzten Wolkenfetzen beiseite und eröffnete eine traumhafte Sicht über den Grat bis zum Gipfelkreuz. Unsere Guides Michi und Heli führten uns in zwei Seilschaften voll motiviert über schwieriges, kombiniertes Gelände zum Gipfel. Bei der Rückkehr zum Rucksackdepot erlebten wir eine Überraschung: Unsere Rucksäcke wurden von Dohlen (vulgo: Krauna) geplündert. Über eine lohnende Abfahrt ging es zurück zur Hütte. Am Abend erstellten wir in lustiger Runde diesen Bericht.

 

Auch der letzte Tag hielt noch eine ausgiebige Tour bereit: Zuerst durch das Fuorcla dal Cunfin, dann eine feine Abfahrt über den Silvrettagletscher und ein spannender Überstieg ins Klostertal. Weiter im Bruchharsch und Waschbrettschnee der übelsten Sorte ging es hinaus bis zum Silvrettastausee.

 

Fazit:

Es waren facettenreiche Tourentage in angenehmer Runde mit umfangreichen, alpinen Erlebnissen. Ein herzlicher Dank an die beiden Guides!

 

Lisi Denk (Teilnehmerin)

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